Leicht zu merken: eine gute Adresse für feine Schleifmaschinen.
Adelbert Haas (1900 – 1982): Begeisterter Ingenieur, Tüftler und Wanderer.
Ich bin sicher, er hätte sich über die neue Adelbert-Haas-Straße gefreut, unser Firmengründer Adelbert Haas. Mit 34 Jahren hat er sich selbstständig gemacht und begonnen, in seiner eigenen Firma Universalschleifmaschinen für die Uhren-, Feinwerk- und medizintechnische Industrie zu bauen. Das waren damals wie heute anspruchsvolle Kunden, die größten Wert auf Genauigkeit und möglichst einfache Maschinenbedienung legten. Adelbert Haas war von Anfang an klar, dass er nur Erfolg haben würde, wenn er die hohen Ansprüche seiner Kunden erfüllen würde, ohne Wenn und Aber. Entsprechend kompromisslos war der begnadete Tüftler, wenn es um die Qualität „seiner“ Haas-Maschinen ging. Ich kann mir gut vorstellen, dass er auf seinen Wanderungen im Schwarzwald und hier auf der Baar so manche Schleifaufgabe gründlich durchdacht und dann gelöst hat.
Ich wünsche Ihnen einen gute Woche und: Schleifen Sie gut!
Dirk Wember
P.S. Wussten Sie dass Hausnummern erst im 18. Jahrhundert eingeführt wurden? Bis dahin wurden Häuser mit individuellen Zeichen und Namen gekennzeichnet. Heute ist die amtlich vergebene Hausnummer eine Selbstverständlichkeit. Unsere Hausnummer in der Adelbert-Haas-Straße ist übrigens die 1. Wenn alles nach Plan läuft, werden wir Ende des Jahres dahin umgezogen sein.
Der ehemalige Vorstand von ThyssenKrupp, Ekkehard Schulz, hat vor einer Weile ein Buch mit dem schönen Titel „55 Gründe, Ingenieur zu werden“ geschrieben. Er will damit Begeisterung für den, wie er sagt, faszinierenden Beruf des Ingenieurs wecken, und zwar bei Mädchen und Jungen.
Ich hab’ das Buch noch nicht gelesen, aber als Ingenieur bin ich immer noch absolut fasziniert davon, was man mit einer guten Schleifmaschine alles „anstellen“ kann: zum Beispiel extrem präzise und ästhetisch ansprechende Produkte schleifen, wie man auf unserem Februar-Kalenderblatt sehen kann.
Warum sind Sie Techniker/In oder Ingenieur/In geworden? Schreiben Sie’s uns. Und sagen Sie uns auch gleich, was auf dem Bild da oben zu sehen ist?
Nein, muss man nicht, und die große Glocke ist sowieso nicht unsere Art. Hier im Schwarzwald freuen wir uns lieber im Stillen: zum Beispiel über die zahlreichen konstruktiven, guten Gespräche mit Ihnen, unseren Geschäftsfreunden; über das Vertrauen, das Sie uns geschenkt haben; über die erfolgreiche Einführung unserer neuen Schleifsoftware, über den Baubeginn für unser neues Domizil.
Alles in allem freuen wir uns über ein gutes Jahr, das jetzt zu Ende geht. Dafür sagen wir danke – unseren Kunden, unseren Zulieferern und ganz besonders unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern!
Ihnen allen wünschen wir Frohe Weihnachten und erholsame Feier- und Ferientage.
Dirk Wember und Thomas Bader
P.S. Wir verzichten auch in diesem Jahr auf Geschenke und spenden stattdessen an die Nachsorgeklinik für Kinder und Familien in Tannheim im Schwarzwald.
Schleifscheiben-Experte und Hobby-Schmied Peter Haefeli im Schleifblog-Interview.
Vor ein paar Wochen haben wir Besuch von den Schleifscheiben-Experten der Firma Haefeli bekommen. Die Haefeli Diamantwerkzeugfabrik AG, ein klassischer Familienbetrieb mit Sitz in Zürich, genießt mit ihren Diamant- und CBN-Schleifwerkzeugen einen exzellenten Ruf. Die Brüder Rainer und Peter Haefeli sind wie wir immer auf der Suche nach der optimalen Lösung für die Schleifaufgaben, die uns die Anwender stellen. Lesen Sie das Schleifblog-Interview, wenn Sie wissen möchten, was das Besondere an den Haefeli-Werkzeugen ist, und was ein langfädiges Käsefondue mit der politischen Kultur bei unseren Schweizer Nachbarn zu tun hat.
Schleifblog: Herr Haefeli, Sie führen gemeinsam mit Ihrem Bruder Rainer die Haefeli Diamantwerkzeugfabrik AG. Ihr Unternehmen existiert seit 1919 und stellt seit den 1950er Jahren in der Züricher Riedenhaldenstraße Diamant- und CBN-Schleifwerkzeuge her. Vor kurzem waren Sie mit Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Haas Schleifmaschinen GmbH zu Besuch. Mit welchen Erwartungen sind Sie nach Trossingen gefahren? Peter Haefeli: Das Ziel des Besuches war das gegenseitige persönliche Kennenlernen der Mitarbeiter beider Unternehmen. Um kundenspezifische Schleifaufgaben gemeinsam mit dem Schleifmaschinenhersteller zu entwickeln und zu lösen, muss die Zusammenarbeit mit allen Schnittstellen sehr gut sein. Für unsere Mitarbeiter, die die ausgetüftelten Schleifwerkzeuge bauen, ist es auch sehr wichtig zu sehen, wie die Werkzeuge eingesetzt werden. Worauf müssen sie bei der Produktion speziell achten? Wie könnte man die Werkzeuge noch optimieren?
Schleifblog: Was hat Sie bei Haas am meisten beeindruckt? Haefeli: Erstens die hohe Fertigungstiefe. Alle Schlüsselpositionen des Maschinenbaus liegen bei Haas, von der Schleifspindel bis zur Schleifsoftware. Zweitens dieser „Haas-Geist“. Die kollegiale, ziel- und kundenorientierte Arbeitsweise der Haas-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, eben der „Haas-Geist“.
Schleifblog: Wenn Sie als Spezialist für Schleifscheiben die Schleifmaschinen von heute mit denen vergleichen, die auf dem Markt waren, als Sie in die Firma Ihres Vaters eintraten, was fällt Ihnen da am meisten auf? Haefeli: Bei meinem Einstieg herrschte die Zeit des Umbruchs. Die ersten brauchbaren, aber noch recht komplizierten elektronischen Maschinensteuerungen wurden eingeführt. Dies löste die großen Entwicklungen aus. Die Fortschritte erfolgten in Etappen. Abwechselnd wurden sie von neuen Maschinen, zusätzlichen Achsen, Steuerungen, Robotertechnik, Werkstoffmaterialien oder den Schleifwerkzeugen weitergetrieben. Heute, mit den simultan bis zu 6-achsigen Schleifmaschinen stößt man schon in Sphären vor, bei denen man sich die einzelnen Abläufe fast nicht mehr vorstellen kann. Nur dank der im Hintergrund ablaufenden und anwenderfreundlich gestalteten Benutzeroberflächen der Schleifsoftware ist es überhaupt möglich, solch komplexe Schleifaufgaben lösen zu können.
Schleifblog: Was ist das Besondere an den Haefeli-Werkzeugen, und wo sehen Sie zukünftig die größten Herausforderungen für Ihr rund 20-köpfiges Team? Haefeli: Unsere Werkzeuge sind für die individuelle Kundenanforderung gebaut. Natürlich haben wir viele Standardwerkzeuge im Angebot, womit wir viele Kundenanwendungen abdecken können. Dank unserer großen Erfahrung und den vielen verschiedenen Schleifbindungen kann unser flexibles Mitarbeiterteam in kürzester Zeit auch prozessgetrimmte Werkzeuge für den Kunden bauen. Die hervorragenden Standzeiten und die über Jahre hinaus immer gleichbleibend hohe Qualität der Produkte sind unsere Stärke. Sie verschaffen dem Anwender Sicherheit und einen Mehrwert. Die zukünftigen Herausforderungen sehen wir in den sich immer schneller drehenden Innovationen und den weiträumigeren Absatzmärkten.
Schleifblog: Gab es in der Vergangenheit kundenseitige Anforderungen, die Sie und Ihr Team wirklich an die technologischen Grenzen gebracht haben? Haefeli: Da wir täglich Sonderlösungen erarbeiten, stoßen wir immer wieder an Grenzen, die wir regelmäßig versetzen. Das jüngste Beispiel sind unsere weltweit kleinsten gesinterten Diamantschleifstifte von nur 0,2 mm Durchmesser. Jetzt haben wir es geschafft, diese um nochmals 10 % zu verkleinern, d.h. auf ø 0,18 mm und dies, wohlverstanden, in gesinterter Qualität!
Schleifblog: Gibt es Markenprodukte, die auch außerhalb der Fachwelt bekannt sind, von denen Sie genau wissen, da war eine Haefeli-Scheibe bei der Herstellung im Spiel? Haefeli: Wenn täglich zehntausende Dieseldüsen mit unseren Werkzeugen geschliffen werden, so kann es gut sein, dass mancher Automobilist in seinem Diesel-PKW mit uns fährt. Vielleicht hat er auch einige medizinaltechnische Schrauben in seinem gebrochenen Bein, und wenn er auf seine hochwertige Schweizer Armbanduhr schaut oder den Verschluss einer PET-Flasche öffnet, dann begleitet ihn unser Know-how auch im Alltag.
Schleifblog: Glauben Sie, dass Schleifmaschinenbauer und Schleifscheibenhersteller in Zukunft noch enger zusammenarbeiten müssen, um die Ansprüche der Kunden zu befriedigen? Wie kann so eine Zusammenarbeit aussehen? Haefeli: Da sich die Innovationsspirale immer schneller dreht und die Maschinenhersteller gegenüber ihren Kunden als Gesamtanbieter die Schleiflösungen suchen müssen, ist es wichtig, das Wissen über die verschiedenen Zusammenhänge und Erfahrungen noch besser und schneller auszutauschen. Ein offenes Aufeinanderzugehen ermöglicht die am Markt gewünschten Lösungen schnellstens und bestmöglich gemeinsam zu erarbeiten.
Schleifblog: Ihr Motto bei der Arbeit? Haefeli: Immer eine Nasenlänge voraus! A votre service!
Schleifblog: Die Schweizer sind langsam. So lautet eines der bekanntesten Vorurteile über die Schweizer. Emil Steinberger, der auch in Deutschland sehr beliebte Schweizer Kabarettist, hat dazu angemerkt: „Nein, wir sind nicht langsam, wir genießen nur länger – ob dies nun ein langfädiges Käsefondue (unser Nationalgericht) oder ein Glas kühles Rivella (unser Nationalgetränk) ist. Aber ich gestehe, wir drehen jedes Problem mehrmals herum als andere, bevor wir einen Entscheid fällen.“Sind die Schweizer wirklich langsam, Herr Haefeli? Haefeli: Im Käsefondue rühren 4 bis 6 Menschen aus verschiedenen Positionen und mit unterschiedlichen Ansichten in derselben Suppe. Sie löffeln sie gemeinsam aus. Dieses Bild charakterisiert unseren konsensorientierten gelebten und politischen Prozess ganz treffend. Nur weil die Schweizer ein oft nicht so verständliches und langsameres Hochdeutsch sprechen, heißt es nicht, dass die Schweiz sich nicht rasant, flexibel weiterentwickelt. Schauen Sie die vielen Patente, Innovationen und nicht zuletzt den flexiblen Arbeitsmarkt mit all den Neuzuzügern an! So etwas Dynamisches kann nicht langsam sein! Aber es ist schon so, dass wir es uns gerne nochmals überlegen und so die Qualität und Präzision pflegen und nicht die Eintagsfliegen bevorzugen.
Schleifblog: Was macht Peter Haefeli am liebsten, wenn er sich gerade nicht mit Schleifscheiben befasst? Haefeli: Reisen, Freundschaften pflegen, Sport, hobbymäßiges Schmieden und mit dem stromlinienförmigen, klapprigen Roadster die Gegend genießen. Schleifblog: Herr Haefeli, vielen Dank für das Gespräch!
Interessiert: Wolfram Hermle und Lothar Broda (Vorstand KSK Tuttlingen). Foto: Haas.
Banker-Bashing, also das verbale, ziemlich undifferenzierte Einschlagen auf die Banken, zählt seit Beginn der Finanzkrise zu den Lieblingsbeschäftigungen vieler Politiker und Medienleute. Und ja, es gibt wie in jeder Branche auch unter den Banken ein paar rabenschwarze Schafe, die ihren Teil zur Finanzkrise, in der wir wahrscheinlich noch lange stecken werden, beigetragen haben. Aber, in dem wir alle Banken und deren Mitarbeiter über einen Kamm scheren, machen wir es uns doch arg einfach. Schließlich sind die verantwortlichen Politiker und nicht zuletzt auch renditegierige Privatanleger an der aktuellen Misere alles andere als unschuldig.
Mittelständler brauchen mittelständische Banken
Zeit also mal eine Lanze zu brechen, und zwar für jene Banken und deren Mitarbeiter, die sich ernsthaft mit den Anliegen und dem Geschäft ihrer mittelständischen Kunden auseinandersetzen. So wie zum Beispiel der Vorstand der Kreissparkasse Tuttlingen, Lothar Broda, der sich vor gut zwei Wochen die Zeit genommen hat, unseren Messestand auf der AMB in Stuttgart zu besuchen.
Dort hatte dann unser Software-Chef Wolfram Hermle Gelegenheit, Herrn Broda ausführlich und anschaulich unsere neue Schleifsoftware Multigrind® Horizon zu erklären. Als regional verwurzelter, international tätiger mittelständischer Maschinenbauer freuen wir uns natürlich, wenn sich unser Bank-Partner für unsere Schleifmaschinen interessiert – und sich nebenbei auch noch von der positiven Resonanz der Messebesucher auf unserem Stand überzeugen kann.
Sparkassen-Werbung mit Humor
Die Kreissparkassen sind übrigens nicht nur nah an ihren Kunden dran, sondern sind auch in Sachen humorvolle Werbung nicht von Pappe. Schauen Sie mal: