Der ehemalige Vorstand von ThyssenKrupp, Ekkehard Schulz, hat vor einer Weile ein Buch mit dem schönen Titel „55 Gründe, Ingenieur zu werden“ geschrieben. Er will damit Begeisterung für den, wie er sagt, faszinierenden Beruf des Ingenieurs wecken, und zwar bei Mädchen und Jungen.
Ich hab’ das Buch noch nicht gelesen, aber als Ingenieur bin ich immer noch absolut fasziniert davon, was man mit einer guten Schleifmaschine alles „anstellen“ kann: zum Beispiel extrem präzise und ästhetisch ansprechende Produkte schleifen, wie man auf unserem Februar-Kalenderblatt sehen kann.
Warum sind Sie Techniker/In oder Ingenieur/In geworden? Schreiben Sie’s uns. Und sagen Sie uns auch gleich, was auf dem Bild da oben zu sehen ist?
„Schleifkunst 2013“: Der Kalender von Haas. Foto: Herbert Naujoks, Stuttgart.
Nur Schleifen ist schöner
Von Ingenieuren und Technikern heißt es ja, wir seien langweilig, trügen gerne weiße Tennissocken zur dunklen Stoffhose und hätten nur Vorschub und Standzeit im Kopf. Gefühle oder Sinn für Ästhetik? Fehlanzeige! Das ist natürlich alles großer Blödsinn, und wenn man das Titelblatt unseres Kalenders „Schleifkunst 2013“ anschaut, wird auf einen Blick klar, dass man kein Techniker sein muss, um sich von der besonderen Ästhetik einer Kompressorrotorwelle begeistern zu lassen. Die schöne Welle wurde, wie alle Werkstücke im Kalender (12 Blätter, Format 61 x 45 cm, limitierte Druckauflage) auf einer Multigrind® Schleifmaschine geschliffen und erfüllt höchste Ansprüche in puncto Maßhaltigkeit.
Wolfram Hermle und Dirk Wember so richtig „am“ Grillen.
Wie man beim traditionellenHaas-Mitarbeiterfest letzten Freitag bei traditionell schlechtem Wetter (rund 13° C und Regen) sehen konnte, nehmen wir bei Haas jede technische Herausforderung, und sei sie noch so groß, mit Begeisterung und Humor an!
Wir danken allen ganz herzlich, die zum Gelingen dieses schönen Mitarbeiterfests beigetragen haben!
Immer ordentlich Glut im Grill wünscht Ihnen
Thomas Bader
Mit gerade mal 1,5 Prozentpunkten Rückstand auf den Sieger belegte Thomas Bader den 2. Platz bei den Deutschen Meisterschaften 2012 im Motorkunstflug in der Klasse Intermediate. Damit steigt er in die nächsthöhere Klasse Advance auf.
Thomas hat die Kampfrichter vor allem mit seinem eigenen, von ihm entwickelten Kunstflugprogramm überzeugt und ganz nebenbei auch gezeigt, wie man mit praktischer Intelligenz am Steuerknüppel (typisch schwäbischer Ingenieur eben!) fehlende PS ausgleichen kann. „Wer den Jo-Jo-Effekt beim Flug nutzt, um die Kraft und Energie aus einer Figur in die nächste mitzunehmen, macht manchen Motorvorteil wett“, sagt Thomas dazu.
Das ganze Haas-Team gratuliert zu diesem tollen Erfolg!
Ein Witz
Sitzen zwei Schwarzwälder in der Kneipe und bestellen sich einen Schnaps. Die Bedienung bringt die Schnäpse, wortlos, und geht davon. Die zwei Typen kippen ihre Schnäpse, wortlos. Nach einer halben Stunde bestellen sie noch zwei. Die Bedienung bringt noch zwei Schnäpse, wortlos, und geht ihrer Wege. Die zwei Schwarzwälder kippen ihren Schnaps, Sie ahnen es, wortlos. Nach einer weiteren halben Stunde bestellen die beiden noch eine Runde. Die Bedienung bringt noch zwei Schnäpse, wortlos. Die Beiden kippen den dritten Schnaps, da sagt plötzlich der eine: „Mann, der war gut!“ Darauf der andere: „Jetzt war’s so ein schöner Abend, und dann fängst Du mit Reden an!“
Introvertierte und Extrovertierte
Ich weiß nicht, ob man bei den beiden Typen tatsächlich von introvertiert und extrovertiert sprechen kann. Aber Sie kennen das vielleicht aus eigener Erfahrung: Die extrovertierten Kollegen oder die lauten Wettbewerber, also die, die nie um einen Spruch verlegen sind, die jedes Meeting niederreden können, sind nicht selten erfolgreicher als die Stillen unter uns. Ganz besonders wichtig scheint heutzutage auch die Selbstdarstellung in Bewerbungsgesprächen zu sein, und zwar für den Bewerber und das Unternehmen, das sich als möglichst jung, dynamisch und hip verkaufen will.
Petra Steinberger hat sich in der Süddeutschen dazu ein paar kluge Gedanken gemacht und erwähnt unter anderem eine amerikanische Managementstudie mit 128 größeren amerikanischen Firmen. Dabei kam heraus, „dass die charismatischen, extrovertierten Chefs zwar die größeren Gehälter bezogen – aber keineswegs die besseren Ergebnisse erwirtschaften.“ Den Artikel können Sie hier online lesen.
„Der Mensch hat zwei Ohren und einen Mund, weil er mehr hören als reden soll“, sagt man in Dänemark.
Erinnern Sie sich noch, wie Sie als Kind zum ersten Mal einen Zauberer erlebt haben? So einen, der ein Geldstück in ein Ohr reinschiebt und zum anderen wieder rausholt. Ziemlich beeindruckend war das immer. Heute geht’s mir manchmal so, wenn ich sehe, was für extrem komplexe Werkstücke unsere Kunden mit unseren Schleifmaschinen bearbeiten. Und ehrlich gesagt: wenn mir unser Sohn die neuesten Apps auf seinem iPhone vorstellt. Da gibt es doch tatsächlich ein App, mit dem man die Geburtstagskerzen ausblasen kann.
Ein belgischer Zauberer in Trossingen
Aber zurück zur Zauberei. Vor ein paar Tagen hatten wir nämlich in Trossingen einen leibhaftigen Zauberer zu Gast. Der Mann heißt Joseph Messina, ist Belgier, seit fast 20 Jahren Magier und außerdem noch Vorstand des Magic Club Belge. Natürlich haben wir Joseph gleich um eine kleine Vorführung gebeten, was er gerne gemacht hat.
Joseph Messina mit Publikum bei HAAS.
Joseph Messina in Aktion.
Frédéric Brenat von HAAS (Mitte), Joseph Messina (2.v.r.), D. Flore, P. Lassarde und W. Mercuri von Techspace Aero.
Aber Joseph Messina ist nicht nur Magier mit Herzblut, sondern auch ein begeisterter Techniker und als solcher für unseren Kunden Techspace Aero als Production Manager tätig. Techspace Aero ist ein führendes Zuliefer-Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie mit Sitz in Belgien. Bei Techspace Aero werden Bauteile aus äußerst anspruchsvollen Werkstoffen auf hochpräzisen High-Tech-Schleifzentren bearbeitet. Das hat allerdings weniger mit Magie, sondern mit jeder Menge Ingenieurwissen und sehr viel Innovationsgeist, wie er auch bei uns herrscht, zu tun.
Ingenieure für den Fortschritt
Den wahren Wandel und technischen Fortschritt, so habe ich Mitte April in der Süddeutschen (SZ vom 12.4.2010) gelesen, bringen übrigens nicht Internet und Gentech, sondern „solide Ingenieure und bewährte Technologien.“ Andrian Kreye stellt die interessante These auf, dass unsere Gesellschaft technologisch noch immer in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts steckt und schreibt: „Keiner der digitalen und biologischen Durchbrüche hatte bisher eine gesellschaftliche Wirkung wie beispielsweise die Glühbirne, das Automobil, der Kühlschrank oder Düsenjet. Kreye glaubt, und das ist doch Balsam auf unsere Seelen, an die Zukunft und Schaffenskraft der Ingenieure.
„Wo bleibt unser Daniel Düsentrieb?“,
lautet die Headline des Artikels. Also ich sage mal, erfindungsreiche Ingenieure gibt es in jeder Branche. Man muss diesen Menschen allerdings, und da hapert es oft, den nötigen Freiraum innerhalb einer offenen Unternehmenskultur bieten. Dann kommen z. B. solche technologischen Leckerbissen wie das so genannte Cross Dressing raus. Damit lässt sich, so unser Entwicklungschef Charlie Braun „jedes konvexe Profil im Toleranzbereich von 3 bis 4 µm nachprofilieren.“ Wenn Sie das Thema interessiert, empfehle ich Ihnen dazu einen fundierten Fachartikel aus der fertigung. Einen kurzen Film dazu sehen Sie in der Online-Ausgabe der fertigung.
Das war’s für heute. Tschüss und viel Spaß mit „It’s a kind of magic“.