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Kleiner als ein Muggaseggele: gesinterter Schleifstift von Haefeli mit 0,18 mm Durchmesser

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Da staunt sogar Culex pipiens, die gemeine Stechmücke: gesinterter Haefeli-Schleifstift mit gerade mal 0,18 mm Durchmesser. Foto: Haefeli / Herbert Naujoks.

Da staunt Culex pipiens, die gemeine Stechmücke: gesinterter Haefeli-Schleifstift mit gerade mal 0,18 mm Durchmesser. Foto: Haefeli / Herbert Naujoks.

Von der Muttersprache zum Muggaseggele
Am 21. Feburar war der Internationale Tag der Muttersprache, das kann man wissen, muss man aber nicht. Die UNESCO hat diesen Tag im Jahr 2000 als Gedenk­tag zur „Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit“ ausgerufen. Kein Wunder, dass an so einem Tag die legendäre schwäbische Maß­einheit Muggaseggele wieder die Runde durchs Internet gemacht hat. Sogar das hochoffizielle Landesmarketing Baden-Württemberg hat einen Tweet dazu abgesetzt. Als schwäbische Maschinenbauer, denen die Maßeinheit Muggaseggele quasi mit der Muttermilch eingeflößt wurde, nehmen wir diesen verbalen Ball hier im Schleifblog gerne auf.

„Sehr winzig, aber größer als man denkt“
Zur Erinnerung: Beim Muggaseggele handelt es sich um das Fortpflanzungsorgan der männlichen Stubenfliege, wie der Journalist Henning Petershagen vor einiger Zeit mal im Schwäbischen Tagblatt Tübingen geschrieben hat. Petershagen ging sogar so weit, das Muggaseggele im Naturkundemuseum Stuttgart von einem Entomologen nachmessen zu lassen. Und jetzt schätzen Sie mal wie groß es ist, das Mugga­segge­le. Eine im Schwäbischen lebende Nobelpreisträgerin hat es auf unsere Anfrage augenzwinkernd so formuliert: „Sehr winzig, aber größer als man denkt.“ Der Ento­mologe hielt fest: im Durchschnitt misst das Muggaseggele der Stubenfliege in der Länge 0,22 mm!

Kleiner als ein Muggaseggele
Im Vergleich zum neuen gesinterten Haefeli-Schleifstift (0,18 mm Durchmesser!) ist ein Muggaseggele also fast schon riesig. Wie übrigens auch das neben dem feinen Schleif­stift erkennbare Saugröhrchen einer weiblichen Stechmücke (Culex pipiens). Dieses feine Saugröhrchen, mit dem nur die weiblichen Stechmücken Blut saugen, misst nämlich zwischen 220 und 250 Mikrometer im Durchmesser.

In der schleifenden Zerspanung werden solche superfeinen Schleifstifte zur Innen­be­ar­beitung von Bohrungen in Halbedelsteinen, Keramiken und Glas eingesetzt. Dabei kommen Hochgeschwindigkeitspindeln mit bis zu 100.000 U/min. zum Einsatz. Wir bei Haas setzen Schleifstifte auf unseren Multigrind® Schleifmaschinen unter ande­rem zur Präzisionsbearbeitung von Bohrungen in Maschinenbauteilen (Spann­mittel) ein. Allerdings sind die Schleifstifte, die wir von Haefeli einsetzen, etwas größer: rund 10 mm Durchmesser. Aber geschliffen wird natürlich wie immer: aufs µm genau!

So viel für heute zum Muggaseggele und Präzisionsschleifen!

Bis zum nächsten Mal und: Schleifen Sie gut!

Dirk Wember

P.S. Das Original-Haas-µm-Poster zum Runterladen gibt’s hier.

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