Filed under: Schleifsoftware
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Hersteller von Drehteilen, sei es für die Automobilindustrie oder andere anspruchsvolle und preissensible Branchen, müssen heute schnell und flexibel auf die Anforderungen ihrer Kunden reagieren.
Gut, wer da in der Lage ist, seine Zerspanungswerkzeuge im eigenen Haus nach eigenen Vorgaben zu entwickeln und zu schleifen. Mit unseren Schleifmaschinen Multigrind®AF und CA lassen sich hochpräzise Dreh- und Rotationswerkzeuge wirtschaftlich produzieren, und zwar in unterschiedlichsten, gerne auch richtig komplexen Geometrien. Sich schneidende Flächen, extrem flache Freiwinkel, hochpräzise Kanten zwischen unterschiedlich geneigten Flächen, homogene Spanflächen: alles Herausforderungen, die unsere Anwender mit unserer Schleifsoftware Multigrind® Horizon und unseren Schleifmaschinen problemlos meistern.
Gerne hätte ich Ihnen die schöne Formstechplatte da oben jetzt schnell im Original in die Hand gegeben. Geht aber leider nicht, da das Internet ja immer noch nicht beamen kann. Aber wenn Sie sich persönlich von der geschliffenen Qualität der auf Haas-Maschinen produzierten Präzionswerkzeuge überzeugen möchten, dann schreiben Sie mir. Ich freue mich auf Ihre Nachricht!
Schleifen Sie gut!
Thomas Bader

17. Mai 2013

Glücklicher Gewinner des Haas-Schleifrätsels: Bastian Götz. Eingerahmt von Sema Uyanik und Robin Peter, die beide bei Haas ihre Ausbildung absolvieren. Foto: Haas.
Mitte März fand in Villingen-Schwenningen die Bewerbermesse „Jobs for Future“ statt. Wie schon im vergangenen Jahr war Haas wieder mit dabei, und wir konnten uns über regen Besuch von vielen interessierten jungen Menschen freuen. In diesem Jahr gab es bei uns auch etwas zu gewinnen, vorausgesetzt man wusste, wie alt
das älteste geschliffene Werkzeug der Welt ist. Die richtige Antwort kam von Bastian Götz aus Rottweil:
35 000 Jahre! Damit darf sich der17jährige Schüler des Rottweiler Leibniz-Gymnasiums über ein iPhone 5 freuen. Herzlichen Glückwunsch! Bastian Götz ist übrigens auch Geschäftsführer einer
Schüler-Firma, die er mit Mitschülern auf Anregung seiner Wirtschaftskunde-Lehrerin gegründet hat. Da sage noch einer die heutige Jugend wäre ohne Antrieb!
Schleifen vor 35 000 Jahren
Wir waren übrigens selbst erstaunt, wie alt die Kunst der schleifenden Bearbeitung ist. Herausgefunden hat das der Archäologe Bruno David von der Monash University, der mit seinem Team in einer Höhle im Norden Australiens ein bearbeitetes Axtfragment aus Vulkanstein entdeckt hat. Hier gibt’s einen Artikel in Spektrum der Wissenschaft online.
Schleifen im 21. Jahrhundert
Schade eigentlich, dass wir über den Schleifprozess vor 35 000 Jahren kaum etwas wissen. Man vermutet, dass die Aborigines damals einen Sandstein als Schleifwerkzeug benutzt haben. Was wir bei Haas aber ganz genau wissen, ist, wie ein guter Schleifprozess heute auszusehen hat. Zum Beispiel für Zerspanungswerkzeuge wie diese schöne Formstechplatte, die mit ihren komplexen Geometrien hohe Ansprüche an die Schleifmaschine stellt. Da gibt es sich schneidende Flächen, extrem flache Freiwinkel, hochpräzise Kanten zwischen unterschiedlich geneigten Flächen, eine extrem scharfe Schneidkante und natürlich schöne homogene Spanflächen.
Auf einer Multigrind® AF oder CA lässt sich so ein schönes Präzisionswerkzeug in einer Aufspannung schleifen. Das Schleifprogramm dazu liefert unsere Schleifsoftware Multigrind® Horizon, über die gerade in der Fachzeitschrift fertigung berichtet wurde. Den Artikel können Sie gerne hier als pdf runterladen.
So viel für heute: Schleifen Sie gut!
4. April 2013
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Schleifscheiben-Experte und Hobby-Schmied Peter Haefeli im Schleifblog-Interview.
Vor ein paar Wochen haben wir Besuch von den Schleifscheiben-Experten der Firma Haefeli bekommen. Die Haefeli Diamantwerkzeugfabrik AG, ein klassischer Familienbetrieb mit Sitz in Zürich, genießt mit ihren Diamant- und CBN-Schleifwerkzeugen einen exzellenten Ruf. Die Brüder Rainer und Peter Haefeli sind wie wir immer auf der Suche nach der optimalen Lösung für die Schleifaufgaben, die uns die Anwender stellen. Lesen Sie das Schleifblog-Interview, wenn Sie wissen möchten, was das Besondere an den Haefeli-Werkzeugen ist, und was ein langfädiges Käsefondue mit der politischen Kultur bei unseren Schweizer Nachbarn zu tun hat.
Schleifblog: Herr Haefeli, Sie führen gemeinsam mit Ihrem Bruder Rainer die Haefeli Diamantwerkzeugfabrik AG. Ihr Unternehmen existiert seit 1919 und stellt seit den 1950er Jahren in der Züricher Riedenhaldenstraße Diamant- und CBN-Schleifwerkzeuge her. Vor kurzem waren Sie mit Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Haas Schleifmaschinen GmbH zu Besuch. Mit welchen Erwartungen sind Sie nach Trossingen gefahren?
Peter Haefeli: Das Ziel des Besuches war das gegenseitige persönliche Kennenlernen der Mitarbeiter beider Unternehmen. Um kundenspezifische Schleifaufgaben gemeinsam mit dem Schleifmaschinenhersteller zu entwickeln und zu lösen, muss die Zusammenarbeit mit allen Schnittstellen sehr gut sein. Für unsere Mitarbeiter, die die ausgetüftelten Schleifwerkzeuge bauen, ist es auch sehr wichtig zu sehen, wie die Werkzeuge eingesetzt werden. Worauf müssen sie bei der Produktion speziell achten? Wie könnte man die Werkzeuge noch optimieren?
Schleifblog: Was hat Sie bei Haas am meisten beeindruckt?
Haefeli: Erstens die hohe Fertigungstiefe. Alle Schlüsselpositionen des Maschinenbaus liegen bei Haas, von der Schleifspindel bis zur Schleifsoftware. Zweitens dieser „Haas-Geist“. Die kollegiale, ziel- und kundenorientierte Arbeitsweise der Haas-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, eben der „Haas-Geist“.
Schleifblog: Wenn Sie als Spezialist für Schleifscheiben die Schleifmaschinen von heute mit denen vergleichen, die auf dem Markt waren, als Sie in die Firma Ihres Vaters eintraten, was fällt Ihnen da am meisten auf?
Haefeli: Bei meinem Einstieg herrschte die Zeit des Umbruchs. Die ersten brauchbaren, aber noch recht komplizierten elektronischen Maschinensteuerungen wurden eingeführt. Dies löste die großen Entwicklungen aus. Die Fortschritte erfolgten in Etappen. Abwechselnd wurden sie von neuen Maschinen, zusätzlichen Achsen, Steuerungen, Robotertechnik, Werkstoffmaterialien oder den Schleifwerkzeugen weitergetrieben. Heute, mit den simultan bis zu 6-achsigen Schleifmaschinen stößt man schon in Sphären vor, bei denen man sich die einzelnen Abläufe fast nicht mehr vorstellen kann. Nur dank der im Hintergrund ablaufenden und anwenderfreundlich gestalteten Benutzeroberflächen der Schleifsoftware ist es überhaupt möglich, solch komplexe Schleifaufgaben lösen zu können.
Schleifblog: Was ist das Besondere an den Haefeli-Werkzeugen, und wo sehen Sie zukünftig die größten Herausforderungen für Ihr rund 20-köpfiges Team?
Haefeli: Unsere Werkzeuge sind für die individuelle Kundenanforderung gebaut. Natürlich haben wir viele Standardwerkzeuge im Angebot, womit wir viele Kundenanwendungen abdecken können. Dank unserer großen Erfahrung und den vielen verschiedenen Schleifbindungen kann unser flexibles Mitarbeiterteam in kürzester Zeit auch prozessgetrimmte Werkzeuge für den Kunden bauen. Die hervorragenden Standzeiten und die über Jahre hinaus immer gleichbleibend hohe Qualität der Produkte sind unsere Stärke. Sie verschaffen dem Anwender Sicherheit und einen Mehrwert. Die zukünftigen Herausforderungen sehen wir in den sich immer schneller drehenden Innovationen und den weiträumigeren Absatzmärkten.
Schleifblog: Gab es in der Vergangenheit kundenseitige Anforderungen, die Sie und Ihr Team wirklich an die technologischen Grenzen gebracht haben?
Haefeli: Da wir täglich Sonderlösungen erarbeiten, stoßen wir immer wieder an Grenzen, die wir regelmäßig versetzen. Das jüngste Beispiel sind unsere weltweit kleinsten gesinterten Diamantschleifstifte von nur 0,2 mm Durchmesser. Jetzt haben wir es geschafft, diese um nochmals 10 % zu verkleinern, d.h. auf ø 0,18 mm und dies, wohlverstanden, in gesinterter Qualität!
Schleifblog: Gibt es Markenprodukte, die auch außerhalb der Fachwelt bekannt sind, von denen Sie genau wissen, da war eine Haefeli-Scheibe bei der Herstellung im Spiel?
Haefeli: Wenn täglich zehntausende Dieseldüsen mit unseren Werkzeugen geschliffen werden, so kann es gut sein, dass mancher Automobilist in seinem Diesel-PKW mit uns fährt. Vielleicht hat er auch einige medizinaltechnische Schrauben in seinem gebrochenen Bein, und wenn er auf seine hochwertige Schweizer Armbanduhr schaut oder den Verschluss einer PET-Flasche öffnet, dann begleitet ihn unser Know-how auch im Alltag.
Schleifblog: Glauben Sie, dass Schleifmaschinenbauer und Schleifscheibenhersteller in Zukunft noch enger zusammenarbeiten müssen, um die Ansprüche der Kunden zu befriedigen? Wie kann so eine Zusammenarbeit aussehen?
Haefeli: Da sich die Innovationsspirale immer schneller dreht und die Maschinenhersteller gegenüber ihren Kunden als Gesamtanbieter die Schleiflösungen suchen müssen, ist es wichtig, das Wissen über die verschiedenen Zusammenhänge und Erfahrungen noch besser und schneller auszutauschen. Ein offenes Aufeinanderzugehen ermöglicht die am Markt gewünschten Lösungen schnellstens und bestmöglich gemeinsam zu erarbeiten.
Schleifblog: Ihr Motto bei der Arbeit?
Haefeli: Immer eine Nasenlänge voraus! A votre service!
Schleifblog: Die Schweizer sind langsam. So lautet eines der bekanntesten Vorurteile über die Schweizer. Emil Steinberger, der auch in Deutschland sehr beliebte Schweizer Kabarettist, hat dazu angemerkt: „Nein, wir sind nicht langsam, wir genießen nur länger – ob dies nun ein langfädiges Käsefondue (unser Nationalgericht) oder ein Glas kühles Rivella (unser Nationalgetränk) ist. Aber ich gestehe, wir drehen jedes Problem mehrmals herum als andere, bevor wir einen Entscheid fällen.“ Sind die Schweizer wirklich langsam, Herr Haefeli?
Haefeli: Im Käsefondue rühren 4 bis 6 Menschen aus verschiedenen Positionen und mit unterschiedlichen Ansichten in derselben Suppe. Sie löffeln sie gemeinsam aus. Dieses Bild charakterisiert unseren konsensorientierten gelebten und politischen Prozess ganz treffend. Nur weil die Schweizer ein oft nicht so verständliches und langsameres Hochdeutsch sprechen, heißt es nicht, dass die Schweiz sich nicht rasant, flexibel weiterentwickelt. Schauen Sie die vielen Patente, Innovationen und nicht zuletzt den flexiblen Arbeitsmarkt mit all den Neuzuzügern an! So etwas Dynamisches kann nicht langsam sein! Aber es ist schon so, dass wir es uns gerne nochmals überlegen und so die Qualität und Präzision pflegen und nicht die Eintagsfliegen bevorzugen.
Schleifblog: Was macht Peter Haefeli am liebsten, wenn er sich gerade nicht mit Schleifscheiben befasst?
Haefeli: Reisen, Freundschaften pflegen, Sport, hobbymäßiges Schmieden und mit dem stromlinienförmigen, klapprigen Roadster die Gegend genießen.
Schleifblog: Herr Haefeli, vielen Dank für das Gespräch!
27. November 2012

Windows start screen mit Kacheln/tiles. Source: Microsoft, http://blogs.msdn.com
Willkommen im Club. Gut ein halbes Jahr nach der Einführung unserer neuen Schleifsoftware Multigrind® Horizon mit dem neuen, prägnanten Startbildschirm im Kachel- oder Schachbrett-Design lüftet Microsoft heute das Geheimnis um sein neues Betriebssystem Windows 8 im neuen, ja genau, Kachel- oder Schachbrett- oder Tile-Design. Im Entwickler-Blog von Microsoft kann man mehr darüber lesen. Wir sind gespannt, wie der neue Windows-Look bei den Usern ankommt.

Start screen Multigrind® Horizon Schleifsoftware. Copyright 2012: Haas.
Nach allem, was wir bisher von unseren Anwendern gehört haben, sind die mit dem neuen Look and Feel und der Leistungsfähigkeit von Multigrind® Horizon sehr zufrieden.
Wie ist Ihr erster Eindruck von Windows 8, gefällt Ihnen das? Und wenn Sie unsere Schleifsoftware näher kennenlernen und live erleben wollen, schreiben Sie uns eine Mail, und kommen Sie nach Trossingen.
Schönes Wochenende und: Schleifen Sie gut!
Dirk Wember
26. Oktober 2012
Was das für ein Werkstück ist, wollten wir von Ihnen vor ein paar Wochen hier im Schleifblog wissen. Wie einige Leserinnen und Leser (Danke fürs Mitmachen!) richtig geschrieben haben, handelt es sich um einen Abwälzfräser. Ein interessanes Werkzeug, das aber nicht nur gut aussieht, sondern mit dem man vor allem extrem maßhaltige Zahnräder herstellen kann. Wir bewegen uns hier im AAA-Genauigkeitsbereich, auch dank der Haas-Hinterschleifeinheit, mit der sich besonders schwer zugängliche Stellen präzise schleifen lassen.

Abwälzfräser, geschliffen auf einer Multigrind® CB. Foto: Herbert Naujoks.
q1 – q3, roh oder aus dem Vollen
Abwälzfräser zur Herstellung von Verzahnungen und Getriebeschnecken in Verzahnungsqualitäten q1 – q3 lassen sich auf unseren Multigrind® CA oder CB Schleifmaschinen aus dem Vollen schleifen. Oder aber Sie bearbeiten vorgefräste Rohlinge, die anschließend gehärtet werden. Tiefe Nuten und feine Zahnkonturen können Sie in einer Aufspannung schleifen, unabhängig von der Größe des Werkstücks.

Hinterschleifapparat auf einer Multigrind® CB. Foto: Haas.
Der Hinterschleifapparat, den Sie hier sehen, wird von unserer Schleifsoftware Multigrind® Horizon wie eine eigene Schleifspindel behandelt, also inklusive Kollisionsbetrachtung und -vermeidung.
Sie wollen mehr zur Bearbeitung von Abwälzfräsern wissen? Schreiben Sie uns!
Bis zum nächsten Mal. Schleifen Sie gut!
Dirk Wember
15. Oktober 2012
Diese Woche erscheint die neue Werkstatt+Betrieb mit einer Titelgeschichte über unsere Schleifsoftware Multigrind® Horizon und einem Interview mit meinem Kollegen Thomas Bader zum Stellenwert von Schleifsoftware heute und in Zukunft.
Die Titelseite von WB zeigt übrigens, dass Haas-Mitarbeiter nicht nur was vom Schleifen verstehen, sondern auch auf einem Magazin-Cover eine gute Figur machen, so wie unser Kollege Frédéric Brenat.
Die Redaktion von Werkstatt+Betrieb hat uns den Artikel freundlicherweise zur Verfügung gestellt:
zum Download der pdf-Datei bitte hier klicken.

Schleifexperten unter sich: Werner Klotzin und Frédéric Brenat. Foto: Haas.
Bis zum nächsten Mal und: Schleifen Sie gut!
Dirk Wember
10. Oktober 2012
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