Filed under: Ausbildung

Glücklicher Gewinner des Haas-Schleifrätsels: Bastian Götz. Eingerahmt von Sema Uyanik und Robin Peter, die beide bei Haas ihre Ausbildung absolvieren. Foto: Haas.
Mitte März fand in Villingen-Schwenningen die Bewerbermesse „Jobs for Future“ statt. Wie schon im vergangenen Jahr war Haas wieder mit dabei, und wir konnten uns über regen Besuch von vielen interessierten jungen Menschen freuen. In diesem Jahr gab es bei uns auch etwas zu gewinnen, vorausgesetzt man wusste, wie alt
das älteste geschliffene Werkzeug der Welt ist. Die richtige Antwort kam von Bastian Götz aus Rottweil:
35 000 Jahre! Damit darf sich der17jährige Schüler des Rottweiler Leibniz-Gymnasiums über ein iPhone 5 freuen. Herzlichen Glückwunsch! Bastian Götz ist übrigens auch Geschäftsführer einer
Schüler-Firma, die er mit Mitschülern auf Anregung seiner Wirtschaftskunde-Lehrerin gegründet hat. Da sage noch einer die heutige Jugend wäre ohne Antrieb!
Schleifen vor 35 000 Jahren
Wir waren übrigens selbst erstaunt, wie alt die Kunst der schleifenden Bearbeitung ist. Herausgefunden hat das der Archäologe Bruno David von der Monash University, der mit seinem Team in einer Höhle im Norden Australiens ein bearbeitetes Axtfragment aus Vulkanstein entdeckt hat. Hier gibt’s einen Artikel in Spektrum der Wissenschaft online.
Schleifen im 21. Jahrhundert
Schade eigentlich, dass wir über den Schleifprozess vor 35 000 Jahren kaum etwas wissen. Man vermutet, dass die Aborigines damals einen Sandstein als Schleifwerkzeug benutzt haben. Was wir bei Haas aber ganz genau wissen, ist, wie ein guter Schleifprozess heute auszusehen hat. Zum Beispiel für Zerspanungswerkzeuge wie diese schöne Formstechplatte, die mit ihren komplexen Geometrien hohe Ansprüche an die Schleifmaschine stellt. Da gibt es sich schneidende Flächen, extrem flache Freiwinkel, hochpräzise Kanten zwischen unterschiedlich geneigten Flächen, eine extrem scharfe Schneidkante und natürlich schöne homogene Spanflächen.
Auf einer Multigrind® AF oder CA lässt sich so ein schönes Präzisionswerkzeug in einer Aufspannung schleifen. Das Schleifprogramm dazu liefert unsere Schleifsoftware Multigrind® Horizon, über die gerade in der Fachzeitschrift fertigung berichtet wurde. Den Artikel können Sie gerne hier als pdf runterladen.
So viel für heute: Schleifen Sie gut!
4. April 2013

Diplom-Mathematikerin Daniela Eiche sorgt bei Haas dafür, dass niemand vom rechten Schleifpfad abkommt. Foto: Haas Schleifmaschinen GmbH.
Heute am 8. März ist Weltfrauentag. Eine Frage, die besonders an diesem Tag immer wieder aufkommt, ist die, warum nicht mehr Frauen in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) arbeiten, und warum es nicht gelingt, mehr Mädchen dafür zu begeistern. Wir stellen unserer Kollegin, der Diplom-Mathematikerin Daniela Eiche, ein paar Fragen dazu:
Sie arbeiten als Mathematikerin bei einem Schleifmaschinen-Hersteller. Was sind Ihre Hauptaufgaben?
Die Entwicklung und Implementierung von Schleifpfaden, hauptsächlich für die Bearbeitung von Stechplatten. Dazu kommt die
Unterstützung unserer Anwendungstechnik und die Fehlersuche in der Software
Was hat Sie zur Mathematik gebracht?
Der „Girls-Day“ der FH, an der ich dann studiert habe. Da können sich Mädchen die FH anschauen und bekommen einen Einblick in die technischen Berufe. Das hat damals meine Schule organisiert. Dadurch wurde ich überhaupt auf den Studiengang aufmerksam, und da mir Mathe in der Schule immer sehr leicht gefallen ist, war das die erste Entscheidung.
Wie fühlen Sie sich als Frau in einem männlich dominierten Umfeld?
Grundsätzlich komme ich damit sehr gut klar, aber es kommt auf die Person an, die einem gegenüber steht. Die meisten hier behandeln einen nicht anders als einen Mann. Bei denen, die dies doch tun, muss man sich entweder den Respekt erst verschaffen oder damit leben. Wobei das bei einem Mann nicht anders ist. Bei mir passiert so etwas wahrscheinlich nur häufiger und die meisten merken relativ schnell, dass sie mit dieser Einstellung nicht weit kommen. Und als Frau kann man auch mal jemanden bitten, eine Schraube zu lösen oder dergleichen, ein Mann würde da ausgelacht. Ansonsten komm’ ich wie gesagt sehr gut klar: „blöde Sprüche“ sind mir lieber als „Zickereien“ unter Frauen.
Wie kann man Mädchen für MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) begeistern?
Hier sind ganz klar die Schulen gefragt, siehe oben.
Was schätzen Sie besonders an Ihrer Arbeit bei Haas?
Sehr interessante und vielseitige Aufgaben und die Arbeitskollegen.
Vielen Dank für das Gespräch.
P.S. Passend zum Weltfrauentag lesen wir im Netz, dass auf den Otto-Versand gerade ein mittlerer Shitstorm niedergeht, weil der Versandhändler ein Mädchen-Shirt mit dem Aufdruck „In Mathe bin ich Deko“ im Programm hat. Tja, willkommen im 21. Jahrhundert.
8. März 2013

Personalanzeige mit schöner Headline. Foto: Haas.
Nein, es müssen nicht immer hochtrabende englische Stellenbezeichnungen à la „High Potential CNC Machine Operator“ sein. Ein
Dipfelesscheißer in der Headline dieser Stellenanzeige der
Richard Moser KG ist da viel origineller.
Dipfelesscheißer, der Begriff stammt aus dem Alemannischen, sind Menschen, die die Dinge ziemlich genau nehmen und, wenn wir’s mal aufs Schleifen beziehen, auch noch das letzte µm spalten. Für den technikaffinen schwäbisch-alemannischen Tüpflischisser (so sagen übrigens unsere Schweizer Nachbarn dazu) gilt übrigens nach wie vor die Maßeinheit Muggaseggele!
Viele Grüße aus Trossingen und: Schleifen Sie gut!
Thomas Bader
5. März 2013

Dipl.-Ing. Feray Elbaylar. Foto: Miele
Ausgezeichnetes Engagement
Der
VDI (Verein Deutscher Ingenieure) in Ostwestfalen-Lippe hat gestern
Feray Elbaylar mit dem Titel
„OWL-Ingenieurin des Jahres“ ausgezeichnet. Feray Elbaylar arbeitet seit mehr als 20 Jahren als Elektrotechnik-Ingenieurin bei
Miele Bielefeld in der Entwicklung. Sie wird ausgezeichnet für ihr besonderes Engagement für die Gleichstellung von Frau und Mann sowie für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Die heute 43 Jahre alte Diplom-Ingenieurin kam mit 7 Jahren aus der Türkei nach Osnabrück und fand sich mit ihrem Berufswunsch als eine von zwei Frauen zwischen 200 männlichen Studienkollegen wieder. Trotz skeptischem Freundes- und Bekanntenkreis hat die Vorbildfunktion bei Feray Elbaylar so gut funktioniert, dass auch ihre jüngere Schwester ein Elektrotechnik-Studium aufgenommen hat.
„Ich hoffe, mit meinem Werdegang als Beispiel zur Gleichstellung von Frauen zu dienen und zu zeigen, dass kulturelle Unterschiede, Familie und Beruf zu vereinbaren sind”, sagte die Mutter zweier Söhne (sieben und 15 Jahre alt) bei der Preisverleihung in Soest.
Tebrikler!
Thomas Bader & Dirk Wember
P.S. Müsste der VDI die Ingenieurinnen nicht auch in seinem Namen repräsentieren?
28. Februar 2013

Schleifkunst 2013: Kalenderblatt Februar. © Haas Schleifmaschinen GmbH
Der ehemalige Vorstand von ThyssenKrupp, Ekkehard Schulz, hat vor einer Weile ein Buch mit dem schönen Titel „55 Gründe, Ingenieur zu werden“ geschrieben. Er will damit Begeisterung für den, wie er sagt, faszinierenden Beruf des Ingenieurs wecken, und zwar bei Mädchen und Jungen.
Ich hab’ das Buch noch nicht gelesen, aber als Ingenieur bin ich immer noch absolut fasziniert davon, was man mit einer guten Schleifmaschine alles „anstellen“ kann: zum Beispiel extrem präzise und ästhetisch ansprechende Produkte schleifen, wie man auf unserem Februar-Kalenderblatt sehen kann.
Warum sind Sie Techniker/In oder Ingenieur/In geworden? Schreiben Sie’s uns. Und sagen Sie uns auch gleich, was auf dem Bild da oben zu sehen ist?
Das Kalenderblatt zum Runterladen finden Sie hier.
14. Februar 2013

Haas-Azubis auf der Bewerbermesse Jobs for Future: Robin Peter, Corina Märkle, Thomas Knaus, Jean-Paul Kutzli, Thomas Frach, Marc Jung (v.l.n.r.)
Unsere Azubis haben auf der Bewerbermesse Jobs for Future letzte Woche in Villingen-Schwenningen eine gute Figur gemacht. Sie haben, unter der Anleitung von Martina Benz und Christian Küster, den gesamten Messestand selbst aufgebaut; und sie haben den Besucherinnen und Besuchern alle Fragen zum Thema Ausbildung bei Haas beantwortet.
Und das sagt Thomas Knaus, der bei uns im Bereich Netzwerkadministration arbeitet, über das Messe-Projekt:
„Ich fand die Jobs for Future sehr interessant. Es gab immer wieder junge Interessenten für alle Ausbildungsberufe, die wir bei Haas anbieten. Was die Besucherzahl angeht, hatten wir ein wenig mehr erwartet. Im Großen und Ganzen hat mir die Messe viel Spaß gemacht. Ich hoffe, dass ich ein paar junge Menschen dazu bringen konnte, eine Ausbildung bei Haas in Erwägung zu ziehen.“
Wir danken unseren Azubis und ihren Betreuern für Ihren tollen Einsatz!
Thomas Bader
P.S. Unsere neue Karriere-Broschüre gibt’s hier zum Download.
29. März 2012
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