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Flexible Schleifprozesse, mehr Unabhängigkeit

Dieser Artikel ist leicht veränderter Form im Fachmagazin SCHLEIFEN + POLIEREN 6/2017 erschienen. Das pdf können Sie, mit freundlicher Genehmigung des Fachverlags Möller, auf unserer Homepage runterladen.

Zufriedene Gesichter auf der EMO 2017

Als am 21. September in Hannover die EMO 2017, die weltweite Leitmesse der Metallbearbeitung zu Ende ging, blickte man nach sechs Messetagen in zufriedene Gesichter. Auch der Fachverband Präzisionswerkzeuge im VDMA korrigierte seine Umsatzprognose auf Grund des erfolgreichen ersten Halbjahres 2017 nach oben. Ungeklärt bleiben viele Fragen zum Thema E-Mobilität, und welche Herausforderungen damit für die Werkzeug- und Drehteilhersteller verbunden sind. Klar ist, das hat die EMO gezeigt, dass die Anwender Schleifmaschinen und Schleifprozesse verlangen, die ihnen die Möglichkeit geben, flexibel und schnell auf wechselnde Marktanforderungen zu reagieren. Die Haas Schleifmaschinen GmbH hat in Hannover gezeigt, welches Maß an Flexibilität die Multigrind® Schleifmaschinen und die Multigrind® Horizon Schleifsoftware bieten.

Die Multigrind® Schleifmaschinen bieten für jedes Werkzeug den passenden Schleifprozess

Die Multigrind® Schleifmaschinen bieten für jedes Werkzeug den passenden Schleifprozess

Acht der zehn umsatzstärksten deutschen Präzisions­werk­zeug­her­steller schleifen mit Haas

Der reine Elektroantrieb wird sich so schnell flächendeckend nicht durchsetzen. Darin waren sich die Besucher des Haas-Messestandes einig. Die zukünftige Marktentwicklung und die Suche nach neuen Absatzmöglichkeiten waren jedoch wichtige Themen in den zahlreichen Gesprächen. „Die Hersteller von Zerspanungswerkzeugen haben bei uns schon immer eine wichtige Rolle gespielt“, sagt Heiko Zimmermann, bei Haas verantwortlich für das Deutschland-Geschäft. „Acht der zehn umsatzstärksten deutschen Präzisionswerkzeughersteller der Branche schleifen mit einer Haas. Umso wichtiger ist es für uns, neue Softwareerweiterungen, Spannkonzepte und Prozesslösungen zu entwickeln, die unseren Anwendern bei der Lösung ihrer Schleifaufgaben helfen.“ Im Hinblick auf diese Herausforderungen fanden die flexibel einsetzbaren Multigrind® Schleifmaschinen der Haas Schleifmaschinen GmbH sehr guten Anklang.

Flexible Schleifprozesse sind gefragt

„Die Herausforderungen für unsere Kunden, die Zerspanungswerkzeuge zum Drehen, Fräsen und Bohren herstellen, sind riesig“, so Zimmermann. Auch er glaubt, dass der Verbrennungsmotor noch eine ganze Weile gebraucht wird. „Trotzdem lasten auf unseren Anwendern der zunehmende Kostendruck und die Forderung nach maximaler Flexibilität, am liebsten ab Losgröße 1.“ Dazu kommt die Forderung der Kunden, Werkzeuge aus superharten Werkstoffen wie CBN und PKD zu produzieren. Die Trossinger Maschinenbauer glauben, dass sie mit ihren Schleifmaschinen und ihrer Schleifsoftware die richtige Technologie haben, um diese Herausforderungen zu meistern. Und in der Tat, wenn es um Flexibilität geht, sind die Multigrind® Schleifmaschinen kaum zu schlagen.

Flexible Schleifprozesse und Präzision: Schleifmaschine Multigrind® CU von Haas

Flexible Schleifprozesse und Präzision: Schleifmaschine Multigrind® CU von Haas

Heute Profilstechplatten, morgen rotationssymmetrische Werkzeuge

Wer heute Profilstechplatten und morgen VHM-Fräser herstellen möchte, braucht in der Regel zwei Schleifmaschinen. Es sei denn, er hat eine Multigrind® von Haas in der Halle stehen. „Mit der Multigrind® CU oder CA können unsere Kunden beides sehr gut bearbeiten: Profilstechplatten und Rotationswerkzeuge wie zum Beispiel VHM-Fräser“, sagt Zimmermann. „Dazu kommt die Schleifsoftware Multigrind® Horizon, die in Sachen Vielseitigkeit zur Zeit einzigartig ist.“ Zur GrindTec 2018, so hört man aus Trossingen, wird diese Schleifsoftware um weitere Module und Komponenten ergänzt. Damit soll es den Anwendern noch einfacher gemacht werden, „ihr Werkzeug“ schnell und effizient zu programmieren.

Bearbeiten einer Profilstechplatte auf einer Multigrind® CU

Präzise und kompakt: Multigrind® CU

Seit 2001 hat Haas die Multigrind® AF produziert. Die erste Baureihe, die speziell für die Belange der Präzisionswerkzeugherstellung entwickelt wurde. Angetrieben durch den Erfolg der Multigrind® AF und die stetig wachsenden Marktanforderungen an die Präzision und Vielfalt von Zerspanungswerkzeugen hat Haas den Nachfolger, die Multigrind® CU, entwickelt. Diese Maschine kommt auch dem Kundenwunsch nach einer zunehmend mannlosen Produktion entgegen.

Fräser, Bohrer, Profilstechplatten: so geht Flexibilität

Wie universell die Multigrind® CU mit einer Stellfläche von gerade mal 5,2 qm ist, zeigt das Beispiel der Meyer Drehtechnik aus Marienberg im Erzgebirge. Der Hersteller von Präzisionsdrehteilen setzt seit zwei Jahren auf Haas und stellt die Profilstechplatten für seine CNC-Drehmaschinen auf einer CU her. Auf derselben Schleifmaschine produziert Meyer aber auch Fräser und Bohrer, die ebenfalls in der eigenen Zerspanung eingesetzt werden.

„Die kompakte CU kommt gut an,“

sagt Heiko Zimmermann. „Denn sie ist nicht nur eine abgespeckte CA oder CB, sondern eine vollwertige Haas-Maschine. Da haben wir alles an Schleiftechnologie reingepackt, was sich der Kunde wünscht.“ Maximal 300 mm lang und 180 mm im Durchmesser dürfen die Zerspanungswerkzeuge oder Werkstücke sein. Der drehbare Maschinentisch ist mit 800 x 290 mm gut dimensioniert. Der Werkzeugwechsler, den die Haas-Ingenieure in einem technischen Kunstgriff unter den Maschinentisch gelegt haben, bietet Platz für bis zu neun Schleifscheiben à 200 mm. Beeindruckend, wenn man bedenkt, dass das kompakte Kraftpaket gerade mal 1.600 mm breit ist.

90 Prozent der Anwender wollen Automatisierung

Serienmäßig ist die CU mit einer integrierten Automatisierungseinheit ausgestattet. Vier Paletten mit je 60 Plätzen können zum Beispiel mit Profilplatten bestückt werden. „Damit ist der mannlose Schichtbetrieb, wie er heute aus Kostengründen gefordert wird, problemlos möglich“, erklärt Heiko Zimmermann. „Ein Kunde von uns produziert damit Hartmetallschneidplatten für Kugelfräser im vollautomatisierten Betrieb.“ Reicht die interne Ladekapazität nicht aus, kann die Multigrind® CU, wie ihre großen Schwestern CA und CB, ohne Probleme mit einer externen Robotereinheit ausgerüstet werden. 90 Prozent aller Anfragen schließen laut Haas bereits heute den Wunsch nach einer Automatisierung ein.

Schleifen in einer Aufspannung

Neben der Automatisierung steht bei Haas-Kunden immer auch die Komplettbearbeitung ganz oben auf dem Wunschzettel. Dies gilt im Übrigen nicht nur für die Werkzeugindustrie, sondern auch für die Fertigung von Turbinenkomponenten und die Medizintechnik, ebenfalls Branchen, in denen Haas-Maschinen gerne eingesetzt werden. „Die automatisierte Komplettbearbeitung ist prinzipiell immer unser Ziel“, sagt Zimmermann. „Das Aus- und Einspannen von Werkstücken kostet Zeit und Genauigkeit, unsere Devise heißt: Schleifen in einer Aufspannung.“ Haas hat dazu Hunderte von Spannmitteln im Programm. Und wenn alle Stricke reißen, dann wird eben eine neue, maßgeschneiderte Lösung konstruiert. Auch hier zeigt sich Haas-Flexibilität.

Im Prozess messen und abrichten

Zu einem kompletten Schleifprozess gehören, neben Schleif-, Spann- und Automatisierungstechnik, auch eine ausgefeilte Messtechnik und das Abrichten der Schleifwerkzeuge. „Die heute geforderten Genauigkeiten im kleinsten µm-Bereich lassen sich nur erreichen, wenn alle Anforderungen im Prozess berücksichtigt werden“, erklärt Heiko Zimmermann. „Bei Haas setzen wir auf die Körperschallmessung zum Messen der Scheiben und Detektieren der Werkstücke in der Maschine.“ Die Körperschallmessung läuft zum reinen Messen im Prozess oder im Abrichtprozess. Diese Technik bietet die Möglichkeit der Aufmaßerkennung und eine Prozessvisualisierung für mögliche Fehleranalysen. Daneben setzt Haas auf die Kompensationsmessung, bei der die Messergebnisse etwa zur automatischen Korrektur der Schleifbahn herangezogen werden.

XING-Dressing in einer Multigrind® CU Schleifmaschine von Haas

XING-Dressing in einer Multigrind® CU Schleifmaschine von Haas

XING-Dressing

Wer präzise schleifen will, muss seine Schleifwerkzeug präzise abrichten – am besten in der Schleifmaschine ohne Umspannvorgang. In allen Haas-Maschinen werden die Schleifwerkzeuge aus Korund, CBN oder Diamant in der Maschine abgerichtet. Da bei der Bearbeitung von Profilstechplatten hochgenaue, aber auch empfindliche Diamant-Spitzprofilscheiben zum Einsatz kommen, kann optional eine XING-Dressing-Einheit eingebaut werden. Beim XING-Dressing werden die Diamant-Spitzprofilscheiben mit einer Abrichtscheibe bearbeitet, die im 90-Grad-Winkel zur Schleifscheibe steht. Dadurch entsteht weniger Druck auf die Schleifscheibe; außerdem wird die Abrichtscheibe weniger abgenutzt und die Profiltreue der Spitzscheibe verbessert.

Freiheit beim Programmieren

Neben der Flexibilität, die Haas seinen Anwendern mit der Schleiftechnologie bietet, ist es die Schleifsoftware Multigrind® Horizon, die die Präzisionswerkzeughersteller überzeugt. So sieht es Heiko Zimmermann, der hervorhebt, die Haas-Schleifsoftware versetze den Anwender in die Lage, direkt vom 3D-Modell zu programmieren sowie vorhandene DXF-Konturen und Makros in seine Werkzeugkonstruktion einzubeziehen. „Der Freiheitsgrad, den unsere Software bietet, ist außergewöhnlich“, betont Zimmermann. Auch wenn er einräumt, dass die Programmierung für Ungeübte nicht ganz einfach ist. „Aber wenn man mal eingearbeitet ist, gibt es eigentlich mit der Horizon-Software keine Grenzen mehr bei der Erstellung von Werkzeugen oder anderen Bauteilen. Von daher kaufen unsere Kunden nicht nur eine Schleifmaschine, sondern bekommen von uns ein Stück Unabhängigkeit.“

Man merkt dem gebürtigen Badener Zimmermann die ehrliche Begeisterung für die schwäbische Schleiftechnologie von Haas an. Fragt man nach, woher diese Begeisterung rührt, bekommt man eine klare Antwort: „Ich bin fast jeden Tag bei den Kunden draußen und sehe, was die Anwender mit unseren Maschinen alles zaubern. Das ist beeindruckend!“

Begeistert von der Schleiftechnik: Heiko Zimmermann (links) im Gespräch mit Haas-Anwendungstechniker Frédéric Brenat

Begeistert von der Schleiftechnik: Heiko Zimmermann (links) im Gespräch mit Haas-Anwendungstechniker Frédéric Brenat

Wenn Sie mit Heiko Zimmermann über die Möglichkeiten sprechen wollen, die die Multigrind® CU bietet, dann schreiben Sie ihm eine E-Mail. Er freut sich!

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Süßes Meisterwerk: Schleifmaschine Multigrind® CB Extended aus Schokolade

Süßes Meisterwerk: Schleifmaschine Multigrind® CB Extended ganz aus Schokolade

Süßes Meisterwerk: Schleifmaschine Multigrind® CB Extended ganz aus Schokolade.

Zum Anbeißen: Schleifmaschine Multigrind® CB Extended

Zufrieden: Thomas Bader, links, und Robert Riffert.

Zufrieden: Thomas Bader, links, und Robert Riffert.

Von Maschinenbauern sagt man gerne, wir hätten nur Augen für Technik und in unseren Adern würde Kühlmittel fließen. Weit gefehlt! Schauen Sie mal, womit uns das Konstruktionsbüro Robert Riffert dieser Tage überrascht hat: unsere Multigrind® CB Extended komplett aus Schokolade. Wir bedanken uns herzlich bei Robert Riffert und seinem Team und ziehen den Hut vor den Chocolatiers der Genusswerkstatt in St. Georgen, die das Meisterwerk aus Schokolade konstruiert haben.

Werkstücke bis 3.200 mm Länge

Die Multigrind® CB Extended ist unser neuestes Flaggschiff und wurde vor ein paar Wochen an den ersten Kunden ausgeliefert, der damit besonders große Räumnadeln schleift. Es gibt die Multigrind® CB Extended in vier Längenvarianten. Mit dem größten Maschinentisch lassen sich Werkstücke von 3.200 mm Länge in gewohnter Haas-Präzision bearbeiten. Dafür sorgen unter anderem das solide Mineralgussbett, vier spezielle Lünetten zur Abstützung der Werkstücke und die hochpräzisen Haas-Linearantriebe im Maschinentisch. Das Ganze ist sicher umhaust und mit vier Schiebetüren ausgestattet für einfaches Be- und Entladen und Rüsten. Die Verfahrwege der Achsen sind sehr großzügig dimensioniert:

  • X-Achse: bis zu 3.200 mm
  • Z-Achse: 500 mm
  • Y-Achse: 410/850 mm
  • C-Achse: +70°/–250°
Schleift Werkstücke bis zu 3.200 mm Länge: Multigrind® CB Extended von Haas

Schleift Werkstücke bis zu 3.200 mm Länge und sieht gut aus: Multigrind® CB Extended von Haas.

Wenn Sie auch besonders große Werkstücke schleifen wollen, und mehr über die Multigrind® CB Extended wissen möchten, dann schreiben Sie uns. Infos gibt’s auch hier auf unserer Homepage und in unserer aktuellen CB-Broschüre zum Download. Gerne hätten wir Sie auch noch von der Schokoladen-Schleifmaschine kosten lassen, aber die haben wir im Kreise der Kolleginnen und Kollegen letzten Freitag gegessen – sehr lecker!

Können auch genießen: Die Haas-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Schokoladen-Schleifmaschine

Können auch genießen: Haas-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Schokoladen-Schleifmaschine.

Bis bald und: Schleifen Sie gut!

Thomas Bader

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Industriemechanikerin im Rückraum: Hightech und Handball

Frauen mit Power: 1. Damenmannschaft Handball der HSG Baar mit Aline Spehar (hintere Reihe, 2. v. rechts)

Frauen mit Power: 1. Damenmannschaft Handball der HSG Baar mit Aline Spehar (hintere Reihe, 2. v. rechts)

Industriemechanikerin im Rückraum

Kaum eine Ballsportart ist so dynamisch wie Handball. Dazu kommen höchste Anforderungen an Kraft, Koordination, Technik, Präzision und Ausdauer. Je nach Position sind auch mehr oder weniger ausgeprägte Nehmerqualitäten gefragt, denn es geht beim Handball zwar meistens fair, aber bisweilen auch ruppig zu. Unsere Kollegin Aline Spehar, die bei Haas seit September 2014 eine Ausbildung zur Industriemechanikerin macht, ist aktive Handballsportlerin und steht in der 1. Damenmannschaft der HSG Baar. In dieser Spielgemeinschaft haben sich die Handballsportler/innen aus Schura, Talheim und Trossingen zu einer Spielgemeinschaft zusammengeschlossen.

Dynamik, Technik, Kraft, Präzision sind Eigenschaften, die man auch mit unseren Multigrind® Schleifmaschinen verbindet. Deswegen unterstützen wir gerne die Handballerinnen um Aline Spehar und drücken ihnen die Daumen in der laufenden Saison. Den aktuellen Spielplan und mehr Infos zur Mannschaft gibt’s hier. Wir haben Aline Spehar noch ein paar Fragen gestellt:

Schleifblog: Was waren Ihre Lieblingsfächer in der Schule?
Aline Spehar: Sport war mein Lieblingsfach!

Seit wann sind Sie bei Haas?
Aline Spehar: Seit September 2014.

Die angehende Industriemechanikerin Aline Spehar mag technische Herausforderungen

Die angehende Industriemechanikerin Aline Spehar mag technische Herausforderungen

Sie machen eine Ausbildung zur Industriemechanikerin. Können Sie uns ganz kurz sagen, was man da lernt?
Aline Spehar: Im ersten Lehrjahr lernt man die allgemeinen Grundlagen wie zum Beispiel das Feilen, das Bohren und das Bedienen der verschiedenen Maschinen in der hauseigenen Fertigung von Haas. Später kommen die einzelnen Abteilungsdurchläufe, von der Vormontage bis hin zur Endmontage, dazu. Bei den einzelnen Abteilungsdurchläufen konnte ich viel lernen und mir ein technisches Verständnis aneignen.

Wie sind Sie auf diesen Beruf gekommen? Traditionell ist das ja eher eine Männerdomäne.
Aline Spehar: Ich hatte nach meinem schulischen Abschluss keine bestimmte berufliche Richtung, die ich angestrebt habe. Durch ein Praktikum bei der Firma Haas als Industriemechanikerin, habe ich einen kleinen Einblick in diesen Beruf bekommen. Das Praktikum hat mir sehr gut gefallen, da ich sehr viel Spaß daran habe, mich handwerklich auszuleben.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrem Beruf?
Aline Spehar: Das genaue Arbeiten, die Abwechslung, und dass dieser Beruf auch mit Reisen im In- und Ausland verbunden ist.

Was schätzen Sie an der Arbeit hier bei Haas?
Aline Spehar: Das gute Teamwork, die netten Kollegen und Kolleginnen und die immer wieder herausfordernde, anspruchsvolle Arbeit.

Gibt es das heute noch, typische Frauen- oder Männerberufe?
Aline Spehar: Nein, dass kann man heutzutage nicht mehr so pauschal sagen. Es gibt immer mehr Mädchen oder junge Frauen, die gerne und mit voller Begeisterung einen „klassischen Männerberuf“ erlernen möchten.

Was sagen Sie Mädchen oder jungen Frauen, die einen sogenannten Männerberuf lernen möchten, sich aber nicht trauen?
Aline Spehar: Ich kann nur jedem Mädchen oder jungen Frau empfehlen, ein Praktikum zu absolvieren. Nur so kann man herausfinden, ob einem dieser Beruf liegt oder nicht. Das Einzige wovor man (Frau) sich nicht scheuen sollte, sind gelegentlich etwas schmutzige Hände, alles andere kommt dann von ganz alleine.

Was reizt Sie am Handballsport, und auf welcher Position spielen Sie?
Aline Spehar: Ich spiele auf Rückraum rechts und Rückraum links. Beim Handball schätze ich unser tolles Team, den Zusammenhalt in der Mannschaft und den Ausgleich zum Alltag.

Was machen Sie sonst gerne in Ihrer Freizeit?
Aline Spehar: Ich bin als Jugendtrainerin für meinen Verein HSG Baar tätig und unternehme gerne etwas mit meinen Freunden.

Wir danken Aline Spehar für das Gespräch!

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XING dressing: a dressing technique for tapered [or V-shaped] diamond grinding wheels

Please find the German translation here

Beim XING-Dressing steht die Abrichtscheibe im 90° Winkel zur Schleifscheibe

When it comes to XING dressing in a Multigrind® grinding machine, the dresser wheel is positioned at a 90° angle to the grinding wheel.

XING dressing promotes precision

In addition to many other factors, the grinding wheel has a considerable impact on the grinding results in terms of dimensional accuracy and surface quality. Take for instance profile inserts, which our users grind on our Multigrind® grinding machines. They tend to use tapered [or V-shaped] diamond grinding wheels, which have to be dressed on a regular basis, meaning the correct, geometric shape has to be maintained to ensure excellent grinding results. At Haas we dress these grinding wheels using the XING dressing procedure.

XING dressing is gentle on the grinding wheel

For XING dressing, the dresser wheel isn’t positioned parallel to the grinding wheel, but rather at a 90° angle, thus maintaining a consistent contact surface and pressure between the grinding wheel and dresser wheel. For sensitive tapered [or V-shaped] wheels, which often feature an edge radius of just a few hundredths of a millimeter, that means a lower pressure load. Additional benefits of the XING dressing technique include less wear on the dresser wheel and higher profile accuracy for the grinding wheel. Like all other dressing techniques at Haas, XING dressing is also carried out inside the grinding machine, so there’s no need to unclamp and reclamp the grinding wheel. All that has a positive effect on dimensional accuracy, while the grinding wheel achieves better radial and axial runout, making it possible to generate better surfaces.


XING-dressing a tapered [V-shaped] wheel for grinding profile inserts

XING dressing used to be called cross dressing

That’s right, many of our users still know XING dressing as cross dressing. But because “cross-dressing” means something completely different in English and we received some amusing feedback, we decided two years ago to use the term “XING dressing” instead. What does XING mean? XING is the abbreviation for “crossing” in American English. We’ve also expanded this dressing process into other applications, including profile grinding wheels, grinding pencils or quills, grinding wheels with other grain types, and ceramic and hybrid-bonded grinding wheels.

Until next time, and: Schleifen Sie gut!

 

 

 

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XING-Dressing: Abrichten von Diamant-Spitzprofilscheiben

Please find the English translation here

Beim XING-Dressing steht die Abrichtscheibe im 90° Winkel zur Schleifscheibe

Beim XING-Dressing in einer Multigrind® Schleifmaschine steht die Abrichtscheibe im 90°-Winkel zur Schleifscheibe.

XING-Dressing bringt Präzision

Die Schleifscheibe hat, neben vielen anderen Faktoren, einen nicht unerheblichen Einfluss auf das Schleifergebnis, sprich auf Maßhaltigkeit und Oberflächenqualität. Nehmen Sie etwa die Profilstechplatten, die unsere Anwender auf unseren Multigrind® Schleifmaschinen schleifen. Zumeist kommen dabei Diamant-Spitzprofilscheiben zum Einsatz; diese müssen regelmäßig abgerichtet, also wieder in die korrekte, geometrische Form gebracht werden, damit ein exzellentes Schleifergebnis erzielt werden kann. Diese Schleifscheiben richten wir bei Haas im XING-Dressing-Verfahren ab.

XING-Dressing schont die Schleifscheibe

Beim XING-Dressing steht die Abrichtscheibe nicht parallel, sondern 90 Grad gedreht zur Schleifscheibe. So bleiben die Kontaktfläche und der Anpressdruck zwischen Spitzscheibe und Abrichtscheibe konstant. Für die empfindlichen Spitzprofilscheiben, die oft nur einen Kantenradius von wenigen hundertstel Millimetern aufweisen, bedeutet das weniger Druckbelastung. Weitere Vorteile des XING-Dressings sind die geringere Abnutzung der Abrichtscheibe und die höhere Profiltreue der Spitzscheibe. Wie alle Abrichtverfahren bei Haas, findet auch das XING-Dressing in der Schleifmaschine statt. Ein Aus- und Umspannen der Schleifscheibe entfällt. Das alles wirkt sich positiv auf die Maßhaltigkeit aus, außerdem können bessere Oberflächen erzeugt werden, weil der Rund- und Planlauf der Schleifscheibe besser ist.


XING-Dressing einer Spitzprofilscheibe zum Schleifen von Profilstechplatten

XING-Dressing hieß früher Cross-Dressing

Ach ja, manche unserer Anwender kennen XING-Dressing noch unter dem Begriff Cross-Dressing. Weil aber Cross-Dressing im Englischen etwas ganz und gar anderes bedeutet, und wir einige lustige Bemerkungen zu hören bekamen, haben wir uns vor zwei Jahren für den Begriff XING-Dressing entschieden. Wir weiten diesen Abrichtprozess zudem auf weitere Anwendungen aus: so für Profilschleifscheiben, Schleifstifte, Schleifscheiben mit anderen Korntypen und keramisch oder hybrid gebundene Schleifscheiben. Was XING bedeutet? XING ist im amerikanischen Englisch die Abkürzung für Crossing, also Kreuzung.

Bis zum nächsten Mal und: Schleifen Sie gut!

 

 

 

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150 Jahre Werkstatt + Betrieb. Wir gratulieren!

150 Jahre Werkstatt + Betrieb: 150 Jahre Industriegeschichte.

150 Jahre Werkstatt + Betrieb: 150 Jahre Industriegeschichte.

Fertigung statt Feuilleton

Es gibt wohl kaum einen Techniker oder Ingenieur hierzulande, der die WB Werkstatt + Betrieb nicht kennt. Das Fachmagazin aus dem Lieblingsverlag des deutschen Feuilletons Carl Hanser zählt nicht nur in Deutschland zu den angesehensten Fachzeitschriften der Fertigungstechnik und Zerspanung. „Der praktische Maschinen-Constructeur“ hieß das Vorläufer-Blatt bei der Gründung im Jahr 1867. Im selben Jahr gründete Bundeskanzler Otto von Bismarck das Bundeskanzleramt des Norddeutschen Bundes, der am 1. Juli 1867 von einem Militärbündnis in einen Bundesstaat aller deutschen Staaten nördlich der Mainlinie umgewandelt wurde. Ebenfalls 1867 meldete Alfred Nobel seine Erfindung Dynamit zum Patent an, und Werner von Siemens veröffentlichte seine Erfindung der Dynamomaschine.

Praxisnah statt wolkiger Worte

Werkstatt + Betrieb heißt die Fachzeitschrift seit dem 1. Oktober 1933. Die Zeitschrift war zu dieser Zeit so bedeutend, schreibt der heutige Chefredakteur Helmut Damm im lesenwerten Jubiläumsheft, dass sie im Zweiten Weltkrieg „bei Bedarf an die Front nachgeliefert wurde.“ Die WB sieht sich nach wie vor als Fachmedium für die Fertigungstechnik und Zerspanung. Wichtig ist der Redaktion heute wie in den vergangenen 150 Jahren die Praxisnähe, gerade in Zeiten von Industrie 4.0, Künstlicher Intelligenz und Cloud. Ein Haltung, die wir als praxisorientierte Schleifmaschinenbauer sehr begrüßen.

Wir gratulieren dem gesamten Team von WB Werkstatt + Betrieb zum 150sten und sind gespannt auf die Zukunft!

Thomas Bader

1937, als die Universalschleifmaschine HS 1 auf dem Markt kam, hat man bei Haas auch schon Werkstatt + Betrieb gelesen.

1937, als die Universalschleifmaschine HS 1 auf dem Markt kam, hat man bei Haas auch schon Werkstatt + Betrieb gelesen.